Keimlinge und Sprossen

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Zarte, frische Keimlinge sind besonders im Winter eine schmackhafte und wertvolle Abwechslung zum saisonbedingt weniger reichhaltigen Gemüseangebot. Unabhängig von der Jahreszeit lassen sie sich auch zu Hause ziehen. Während diesen Keimprozesses finden Ab-, Um-, und Aufbauvorgänge statt, so dass der Nährwert der Keimlinge gegenüber den Samen beachtlich steigt. Der Gehalt an Vitaminen, vor allem die Vitamine C, B1, B2, Niacin, Biotin, und Vitamin E nimmt zu. Der Ballaststoffgehalt steigt und die Qualität der Proteine und Fette verbessert sich. Beim Keimen steigt auch die Verbesserung der Ausnutzbarkeit (Bioverfügbarkeit) der Mineralstoffe und Vitamine im Darm.

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Was kann gekeimt werden?
Grundsätzlich kann praktisch jedes (keimfähige) Getreide gekeimt werden: Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel, Hirse, Mais u.a. aber auch Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Luzerne, Rotkleesamen). Andere Saaten wie Rettich, Senfsamen, Gartenkresse, Buchweizen, Leinsamen und Sonnenblumenkerne gedeihen ebenfalls wunderbar.

Wie wird’s gemacht?
Die Anzucht von Keimlingen ist einfach und preiswert. Sie lässt sich problemlos in Einmachgläsern oder größeren Schalen durchführen. Weiters ist im Handel eine Vielzahl von Keimgeräten erhältlich.

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  • Samen gründlich waschen und zerbrochen oder verfärbte Samen aussortieren, ca. 8 Stunden in der 2 - 3fachen Menge lauwarmen Wasser vorquellen. Danach die nicht gequollenen Samen und leeren Samenschalen aussortieren und das Keimgut gründlich in einem Sieb abspülen. Das Abspülen muss dann mehrmals (2 – 4 mal) pro Tag erfolgen, um der Schimmelbildung vorzubeugen. Restwasser soll abtropfen können.
  • Die Samen keimen am besten im Dunkeln. Sobald die Keimlinge zu sehen sind, sollte man sie an einen hellen Ort stellen. Das erhöht den Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen.
  • Nach 2 – 4 Tagen sind helle Keimlinge erntereif. Hülsenfrüchte und Getreide sollte man ernten, bevor sich die grünen Keimblätter bilden, da sie sonst bitter werden. Unmittelbar vor dem Verzehr sollten sie nochmals gründlich unter fließendem Wasser gewaschen oder sogar kurz in kochendes Wasser getaucht werden, um den Bakterienbesatz zu verringern.
  • Grüne Keimlinge wie Gartenkresse, Senf oder Luzerne (Alfaalfa) am besten in eine flache Schale (auch Teller) auf ein Mulltuch oder ein Haushaltspapier ungequollen streuen, regelmäßig feucht halten; nach 5 – 8 Tagen haben sich Wurzeln und grüne Blättchen gebildet.
  • Oberstes Gebot: Hygiene! Gefäße und Keimgut immer gründlich waschen.

Wann funktioniert es nicht?
Wenn

  • das Keimgefäß bakteriell verunreinigt ist,
  • der Samen zu alt ist,
  • die Keimlinge zu nass oder zu trocken liegen,
  • die Temperatur zu hoch oder zu niedrig ist,
  • die Kohlendioxid-Entwicklung zu stark ist (mangelndes Belüften und Spülen oder zu wenig Platz)

 

 

 

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Steirische Brotprämierung 2016

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Rekord-Beteiligung bei der diesjährigen Brotprämierung: 223 Brote haben 80 Brotbäuerinnen aus dem Burgenland und der Steiermark eingereicht. Die Kunst des Brotbackens mit natürlichen Zutaten und die besten individuellen Hausrezepte für Bauernbrot standen auf dem Prüfstand.

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Fisch des Jahres: Seesaibling

Fisch des Jahres 2017: Der Seesaibling

Rotbauchig mit weiß eingesäumten Flossen – so präsentiert sich Österreichs Fisch des Jahres 2017 in seinen klaren, kalten Gewässern. Nach massivem Schwund aus den heimischen Seen in den Achtzigern hat sich der Bestand zwar erholt, jedoch haben Tierschützer weiterhin ein wachsames Auge auf den hübschen Fisch.

Mit der Ernennung zum Fisch des Jahres 2017 möchten die österreichischen Fischereiorganisationen unter Mitwirkung des Bundesamtes für Wasserwirtschaft die Art und ihren Lebensraum ins allgemeine Bewusstsein bringen.

Durch die Auszeichnung wird versucht darauf aufmerksam zu machen, dass durch den Verlust von Laichplätzen, die Gewässererwärmung aber auch durch teilweise falsche Bewirtschaftung, der Lebensraum so wie auch die Population der Tiere gefährdet ist.

Ein wünschenswertes Zuhause hat der Seesaibling in der Steiermark gefunden. Seit über 10 Jahren gibt es die Genussregion „Aussererland Saibling & Forelle“. Im Grundelsee oder auch im Altausseer See fühlt sich der Seesaibling besonders wohl, da dort optimale Bedingungen für den Fisch vorliegen. Vor einigen tausenden von Jahren ist er vom Norden her zu uns gekommen. Der Seesaibling (Salvelinus umbla) gehört zur Gattung der Saiblinge und Familie der Lachsfische. Die Süßwasserfische können ca. 40 -75 cm lang, bis zu 7 kg schwer werden und ein langes Leben bis zu 40 Jahren haben. Das Fischen erfolgt in der Region noch mit Plätten, den traditionellen Fischerboten und schonenden Fangnetzen. Auch im steirischen Almenland werden heimische Fische im frischen Almenland-Quellwasser gentechnikfrei großgezogen.

Der Fisch ist aber nicht nur schön anzusehen, sondern schmeckt auch köstlich. Ob gebraten, geräuchert oder pochiert, für viele gilt der Seesaibling als einer der besten Speisefische. Im Fisch sind auch viele wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Besonders zu empfehlen ist er aufgrund der essentiellen Fettsäuren, der Omega-3-Fettsäuren, welche gut für Herz, Hirn und Immunsystem sind.

Experten empfehlen 1-2 mal pro Woche Fisch, bevorzugt heimische Ware. Für eine Portion können Sie 150 – 200 g Fischfilet oder 250 – 300 g ganzen Fisch rechnen.

Wer Verantwortung bei der Auswahl seines Fisches übernimmt und auf regionale Herkunft schaut, dem steht einem kulinarischen Gaumenschmaus nichts im Wege.

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