Sauerkraut – Fitmacher für die kalte Jahreszeit

sauerkraut_kleinBereits die Seefahrer erkannten den unglaublichen Wert von Sauerkraut und nahmen es mit auf ihre langen Seereisen. Sie verfügten damit über Proviant, der monatelang haltbar war und dennoch reich an lebenswichtigen Vitaminen, allen voran das Vitamin C. Dieses schütze sie vor Skorbut, einer damals gefürchteten, schmerzvollen und letztendlich tödlichen Vitamin-C-Mangelerkrankung. Gleichzeitig bewahrte das Sauerkraut mit seinen wertvollen Milchsäurebakterien die Seeleute vor Verdauungsbeschwerden, die in überfüllten und unhygienischen Unterdeckt ein Häufiger Begleiter auf See waren.

Herstellung

Sauerkraut wird aus Weißkraut hergestellt. Dazu wird das Kraut fein geschnitten, gestampft und mit Milchsäurebakterien versetzt. So bleibt es einige Wochen unter Luftabschluss stehen. Durch die Milchsäuregärung wird das Kraut lange haltbar und es bleiben alle Inhaltsstoffe enthalten.

Gesundheitlicher Wert

Indem Kalorien und Fett in Sauerkraut nur spärlich enthalten sind, macht es dies zu einem wertvollen Bestandteil einer gesundheitsbewussten Ernährung. Außerdem ist Sauerkraut ein optimaler Vitamin-C-Lieferant über die Winterszeit. Weiters fördert es aufgrund der enthaltenen Ballaststoffe und Milchsäure die Verdauung und unterstützt die gesunde Darmflora, die wiederum wichtig für unsere Immunabwehr ist.

Einkauf und Lagerung

Qualitativ hochwertiges Sauerkraut erkennt man an einer hellgelben, frischen Farbe und einem langen, feinen Schnitt. Geschmacklich ist es mild in der Säure, jedoch würzig im Geschmack. Sichtbare Gewürze wie Kümmel, Wacholder oder Senfkörner sollten reichlich vorhanden sein. Durch seine eigenes Konservierungspotenzial kann auf künstliche Konservierungsstoffe und Antioxidantien verzichtet werden. Zuhause sollte das Sauerkraut gekühlt bei etwa 2-6 °C gelagert werden.

Zubereitung

Um die wertvollen Inhaltsstoffen voll ausschöpfen zu können, ist es am besten, Sauerkraut roh zu verzehren. Es lässt sich z. B. sehr gut in Rohkostsalate einbinden. Auf keinen Fall das Sauerkraut vor der Zubereitung waschen, da sonst der gesundheitliche Wert gemindert wird. Das Sauerkraut am besten nur kurz erhitzen und dem gekochten Kraut noch ein paar Gabeln frisches Sauerkraut untermischen.

 

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Fisch des Jahres: Seesaibling

Fisch des Jahres 2017: Der Seesaibling

Rotbauchig mit weiß eingesäumten Flossen – so präsentiert sich Österreichs Fisch des Jahres 2017 in seinen klaren, kalten Gewässern. Nach massivem Schwund aus den heimischen Seen in den Achtzigern hat sich der Bestand zwar erholt, jedoch haben Tierschützer weiterhin ein wachsames Auge auf den hübschen Fisch.

Mit der Ernennung zum Fisch des Jahres 2017 möchten die österreichischen Fischereiorganisationen unter Mitwirkung des Bundesamtes für Wasserwirtschaft die Art und ihren Lebensraum ins allgemeine Bewusstsein bringen.

Durch die Auszeichnung wird versucht darauf aufmerksam zu machen, dass durch den Verlust von Laichplätzen, die Gewässererwärmung aber auch durch teilweise falsche Bewirtschaftung, der Lebensraum so wie auch die Population der Tiere gefährdet ist.

Ein wünschenswertes Zuhause hat der Seesaibling in der Steiermark gefunden. Seit über 10 Jahren gibt es die Genussregion „Aussererland Saibling & Forelle“. Im Grundelsee oder auch im Altausseer See fühlt sich der Seesaibling besonders wohl, da dort optimale Bedingungen für den Fisch vorliegen. Vor einigen tausenden von Jahren ist er vom Norden her zu uns gekommen. Der Seesaibling (Salvelinus umbla) gehört zur Gattung der Saiblinge und Familie der Lachsfische. Die Süßwasserfische können ca. 40 -75 cm lang, bis zu 7 kg schwer werden und ein langes Leben bis zu 40 Jahren haben. Das Fischen erfolgt in der Region noch mit Plätten, den traditionellen Fischerboten und schonenden Fangnetzen. Auch im steirischen Almenland werden heimische Fische im frischen Almenland-Quellwasser gentechnikfrei großgezogen.

Der Fisch ist aber nicht nur schön anzusehen, sondern schmeckt auch köstlich. Ob gebraten, geräuchert oder pochiert, für viele gilt der Seesaibling als einer der besten Speisefische. Im Fisch sind auch viele wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Besonders zu empfehlen ist er aufgrund der essentiellen Fettsäuren, der Omega-3-Fettsäuren, welche gut für Herz, Hirn und Immunsystem sind.

Experten empfehlen 1-2 mal pro Woche Fisch, bevorzugt heimische Ware. Für eine Portion können Sie 150 – 200 g Fischfilet oder 250 – 300 g ganzen Fisch rechnen.

Wer Verantwortung bei der Auswahl seines Fisches übernimmt und auf regionale Herkunft schaut, dem steht einem kulinarischen Gaumenschmaus nichts im Wege.

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