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Heimisches Mehl kann mehr!

Gerade in der Zeit vor Weihnachten ist Mehl für die köstlichen Kekse und Gebäcke ein sehr oft verwendetes Lebensmittel. Hoffentlich ist es in Ihrem Fall ein steirisches Mehl. Denn mit diesem haben Sie zu allererst ein tolles Qualitätsprodukt in der Hand, mit dem es sich lohnt – neben anderer regionaler Zutaten – köstliches Gebäck herzustellen. Als Konsument ist damit oft der Zugang zum Thema Mehl beendet. Entscheidend ist für den Verwender, dass die Backqualität stimmt und die Gebäcke gelingen.

Die Backqualität des Mehles ist nicht von Haus aus gegeben. Sie hängt sehr stark von der Getreidequalität ab, wobei diese wieder sehr stark witterungsabhängig ist.

Gesundheitlicher Wert der Mehle

Da ganze Getreidekörner für den Menschen nahezu unverdaulich sind, wurde bereits vor rund 10.000 Jahren Getreide zwischen zwei Steinen zerrieben oder in einem Mörser zerstoßen. Dass diese Technik inzwischen verfeinert wurde, dürfte hinlänglich bekannt sein. Darauf soll aber hier nicht weiters eingegangen werden.

Beim Mehl unterscheidet man grundsätzlich zwischen Auszugs- und Vollkornmehl. Ersteres enthält vom Getreidekorn nur den Mehlkörper, die Randschichten sind je nach Ausmahlungsgrad nur zu bestimmten Anteilen vorhanden. Ebenso fehlt der Keimling. Dadurch geht ein Großteil der wertvollen Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe verloren. Für Vollkornmehl wird das gesamte Korn einschließlich der Randschichten und des Keimlings vermahlen. Es enthält also alle wertvollen Inhaltstoffe.

Mehltypen

Mehl beurteilt man nach

– dem Ausmahlungsgrad: Dieser gibt an, wie viel vom ursprünglichen Getreidekorn in der Mehlsorte enthalten ist. Bei Vollkornmehl sind es 100 %.

– den Mehltypen: Die Typenzahl gibt die Menge an Mineralstoffen in Milligramm an, die in 100 Gramm Trockensubstanz des Mehls enthalten sind. Je höher die Typenzahl, umso qualitätsvoller ist das Mehl.

– dem Nährstoffgehalt: Mehle mit niedriger Typenzahl sind nur reich an Stärke und Kleber; Vollkornmehle enthalten alle lebenswichtigen Stoffe des Getreidekorns.

Beim Einkauf ist daher immer auf die Typenzahl zu achten. Denn diese ist auf den Mehlpackungen laut Kennzeichnung vorgeschrieben. Im Gegensatz zu Deutschland werden die Weizenauszugsmehle in Österreich noch in glatt, griffig und doppelgriffig eingeteilt. Griffiges Mehl eignet sich für Kuchen-, Torten- und Knödelteige. Glattes Mehl wird etwa bei der Herstellung von Kleingebäcken, Plunder- und Brotteigen verwendet. Universalmehl (Mischung aus 50 % glatt und 50 % griffig) ist im Haushalt für die meisten Zwecke geeignet.

In Ă–sterreich werden Mehle mit folgenden Typenzahlen angeboten:

Weizenmehl – Typen 480, 700, 1600

Roggenmehl – Typen 500 (Vorschussmehl), 960

Dinkelmehl – wird in Österreich zurzeit als Dinkelfeinmehl und als Dinkelvollkornmehl gehandelt

Vollkornmehle werden von allen oben genannten Getreidesorten in beiden Ländern angeboten und nicht typisiert.

Aber hinter regionalem Mehl steckt noch viel, viel mehr

Denken wir an die Sommermonate, wo uns bei einer Reise durch unser Land die Getreidefelder eine schöne und bunte Kulturlandschaft bieten. Es ist ein wunderbarer Anblick, wenn der Wind über ein Getreidefeld weht. Reife Getreidefelder haben auch einen ganz besonders angenehmen Duft, den man bei einem Spaziergang einatmen kann. Getreidefelder stehen für Heimat, für Leben, zeigen Ernte und stehen für das tägliche Brot.

 

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Rekord-Beteiligung bei der diesjährigen Brotprämierung: 223 Brote haben 80 Brotbäuerinnen aus dem Burgenland und der Steiermark eingereicht. Die Kunst des Brotbackens mit natürlichen Zutaten und die besten individuellen Hausrezepte für Bauernbrot standen auf dem Prüfstand.

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Die Landwirtschaftskammer Steiermark hat mit der steirischen Ernährungspyramide die offiziellen Empfehlungen der österreichischen Version mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln in Einklang gebracht. Die steirische Ernährungspyramide wurde 2010 entwickelt und präsentiert sich nun nach gemeinsamer Überarbeitung mit dem Gesundheitsfonds Steiermark in einem neuen Layout.

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Neuer Praxisworkshop: „So essen die Gemüsetiger - Richtig kochen im Familienalltag!“

Unsere kleinen Gourmets von gesundem Essen zu überzeugen ist nicht einfach, aber machbar. Wer kann schließlich bei „Ufo im Salatbett“ oder „Segelregatta im Wurzelkraftsee“ widerstehen?

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Fisch des Jahres: Seesaibling

Fisch des Jahres 2017: Der Seesaibling

Rotbauchig mit weiß eingesäumten Flossen – so präsentiert sich Österreichs Fisch des Jahres 2017 in seinen klaren, kalten Gewässern. Nach massivem Schwund aus den heimischen Seen in den Achtzigern hat sich der Bestand zwar erholt, jedoch haben Tierschützer weiterhin ein wachsames Auge auf den hübschen Fisch.

Mit der Ernennung zum Fisch des Jahres 2017 möchten die österreichischen Fischereiorganisationen unter Mitwirkung des Bundesamtes für Wasserwirtschaft die Art und ihren Lebensraum ins allgemeine Bewusstsein bringen.

Durch die Auszeichnung wird versucht darauf aufmerksam zu machen, dass durch den Verlust von Laichplätzen, die Gewässererwärmung aber auch durch teilweise falsche Bewirtschaftung, der Lebensraum so wie auch die Population der Tiere gefährdet ist.

Ein wünschenswertes Zuhause hat der Seesaibling in der Steiermark gefunden. Seit über 10 Jahren gibt es die Genussregion „Aussererland Saibling & Forelle“. Im Grundelsee oder auch im Altausseer See fühlt sich der Seesaibling besonders wohl, da dort optimale Bedingungen für den Fisch vorliegen. Vor einigen tausenden von Jahren ist er vom Norden her zu uns gekommen. Der Seesaibling (Salvelinus umbla) gehört zur Gattung der Saiblinge und Familie der Lachsfische. Die Süßwasserfische können ca. 40 -75 cm lang, bis zu 7 kg schwer werden und ein langes Leben bis zu 40 Jahren haben. Das Fischen erfolgt in der Region noch mit Plätten, den traditionellen Fischerboten und schonenden Fangnetzen. Auch im steirischen Almenland werden heimische Fische im frischen Almenland-Quellwasser gentechnikfrei großgezogen.

Der Fisch ist aber nicht nur schön anzusehen, sondern schmeckt auch köstlich. Ob gebraten, geräuchert oder pochiert, für viele gilt der Seesaibling als einer der besten Speisefische. Im Fisch sind auch viele wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Besonders zu empfehlen ist er aufgrund der essentiellen Fettsäuren, der Omega-3-Fettsäuren, welche gut für Herz, Hirn und Immunsystem sind.

Experten empfehlen 1-2 mal pro Woche Fisch, bevorzugt heimische Ware. Für eine Portion können Sie 150 – 200 g Fischfilet oder 250 – 300 g ganzen Fisch rechnen.

Wer Verantwortung bei der Auswahl seines Fisches ĂĽbernimmt und auf regionale Herkunft schaut, dem steht einem kulinarischen Gaumenschmaus nichts im Wege.

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