Wildkräuter und Wildgemüse ein einfach nutzbares Lebenselixier!!!!

Viele Kulturpflanzen waren ursprünglich Wildpflanzen. Diese sind in ihrer wilden Form meist genauso essbar wie in ihrer Kulturform. Sie sind etwas kleiner als Kulturpflanzen, dafür aber intensiver im Geschmack.

In ihrer Artenvielfalt können Wildpflanzen unsere tägliche Nahrung bereichern und Abwechslung in die oft eintönig gewordene Kulturgemüseküche bringen. Bei der Nutzung von Wildpflanzen geht es darum, seine eigene Pflanzenumgebung besser kennen zu lernen und sich darauf zu beschränken, das Vorhandene in entsprechenden Rezepten bestmöglich zu nutzen.

Die Kunst besteht darin, das vielseitige Geschmacksangebot der essbaren Wildpflanzen richtig einzusetzen und die geeignete Verarbeitung zu wählen.

Viele ursprünglich in Wildpflanzen vorhandene Geschmacksnuancen sind in unseren Kulturpflanzen gemildert oder verblasst. Durch die Gewöhnung an diesen milderen Geschmack haben sich unsere Geschmackserfahrungen verändert. Nun gilt es wieder die Geschmacksvielfalt zu entdecken und neu kennen und genießen zu lernen.

 

Wildgemüse und Wildkräuter bieten viele Vorteile gegenüber Kulturgemüse:

  • Sie sind überall!!!
  • Sie sind relativ beständig in Bezug auf Klima und Wuchsbedingungen.
  • Sie sind kraftvoll und immun gegen die meisten Krankheiten unserer Kulturarten.
  • Sie benötigen keinen Anbau und Pflege – müssen nur geerntet werden.
  • Zu jeder Jahreszeit bieten sich eine Menge essbarer Arten unterschiedlichster Pflanzenteile an.
  • Wenn auf Acker und Feld noch nicht kultiviert wird, gibt es bereits die ersten wilden Gemüse- und Salatpflanzen zu ernten.
  • Sie sind regional und saisonal verfügbar.
  • Sie besitzen einen höheren Vitamin- und Mineralstoffgehalt als Kulturgemüse!!!
  • Der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen ist höher als bei vielen Kulturgemüsearten.
  • Geschmacksvielfalt und Geschmacksintensität sind besonders gegeben.
  • Beim Sammeln kann man bewusst die Natur wahrnehmen.
  • Sammeln und Zubereitung wird ein Erlebnis für die ganze Familie!!!

 

Inhaltstoffe von Wildgemüse und Wildkräutern

Grundsätzlich ist es schwierig genaue Angaben zu Inhaltsstoffen von Wildkräutern zu geben. Wildkräuter sind nicht so genau erforscht und analysiert wie unsere Kulturpflanzen und Kulturkräuter. Außerdem schwankt der Gehalt an Vitalstoffen je nach Standort und Bodenbeschaffenheit sehr stark. Grundsätzlich kann man sagen, dass Wildkräuter gesammelt auf mageren, extensiven, d. h. wenig bis gar nicht gedüngten Wiesen oder im Wald, mehr wertgebende Inhaltsstoffe haben.

Wildkräuter haben im Unterschied zu Kulturpflanzen vor allem einen höheren Gehalt an Vitamin C, Eisen, Magnesium, sekundären Pflanzenstoffen und hochwertigerem Eiweiß.

 

Tipps zum richtigen Sammeln: 

  • Die günstigste Tageszeit zum Sammeln ist der späte Vormittag eines sonnigen Tages, wenn der Frühreif abgetrocknet ist und die Sonnenstrahlen die Blätter noch nicht ausgetrocknet haben.
  • Bei feuchtem Wetter sollten Pflanzen nicht gesammelt werden, da die meisten Krankheitserreger die Feuchtigkeit lieben.
  • Denken Sie auch daran, den Eigentümer zu fragen, ob Sie Sammeln dürfen.
  • Blätter: junge frische Blätter, Triebspitzen oder Sprossen sammeln; sie enthalten vor dem Blühen der Pflanze die meisten Wirkstoffe.
  • Blüten sollten kurz nach dem ersten Erblühen geerntet werden.
  • Früchte sollten vollreif sein.
  • Samen sollten erst nach dem Abblühen gesammelt werden.
  • Wurzeln werden am besten im Herbst nach Einzug der Pflanze geerntet und noch bevor der Boden gefroren ist – alternativ vor dem Austrieb im Frühling. Wurzeln von zweijährigen Pflanzen sind im ersten Winter zu ernten, im zweiten sind sie verholzt.
  • Frisch gemähte Wiesen befinden sich quasi wieder am Anfang der Vegetationsperiode, nach rund 6 Wochen blühen die meisten Pflanzen ein zweites Mal.
  • Achten Sie auf den Natur- und Artenschutz. Sammeln Sie keine Pflanzen in Naturschutzgebieten bzw. keine geschützten Pflanzen.
  • Sammeln Sie nur so viele Kräuter, wie Sie wirklich verarbeiten können und die sie auch sicher erkennen.
  • Machen Sie insbesondere keinen „Kahlschlag", d.h. sammeln Sie nicht alle Exemplare einer Art.
  • Sammeln Sie nur die jungen Blättchen und Triebspitzen. Sie sind zart und schmecken am besten. Außerdem wird die Pflanze geschont und zu neuem Wachstum angeregt.
News

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Ab September: Seminarbäuerinnenkochbuch

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Abschluss ZLG Seminarbäuerinnen

Kompetente Verstärkung für die steirischen Seminarbäuerinnen!

Seit 8. März weht in der Steiermark frischer Wind unter den Seminarbäuerinnen! Neun engagierte und bestens ausgebildete Seminarbäuerinnen mehr, wollen sich ab sofort als Botschafterinnen für die Qualität und den Wert heimischer Lebensmittel einsetzen!

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„Wie kommt das Gras in den Burger“

Neues Schulangebot der Seminarbäuerinnen für Jugendliche

Speziell ausgebildete und auf diesen Schwerpunkt eingeschulte Seminarbäuerinnen kommen auch in der Steiermark in Schulklassen, um interessierten Jugendlichen zwischen 14- und 18 Jahren in Form von Workshops die Antwort auf diese Frage zu geben.

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Sommerparty

Sommerparty

Geladene Gäste oder auch Überraschungsbesuche wollen gut und gerne verwöhnt werden. In der Sommerzeit ist vor allem das Grillen sehr beliebt und immer wieder ein geselliges Ereignis. Vieles dazu lässt sich sehr gut vorbereiten, sodass schlussendlich die Gastgeber mit den Gästen in Ruhe bei Tisch sitzen und mitgenießen können.

Garmachungstechniken Grillen und (Kurz)Braten

Grillen:
Das Grillgut wird durch Strahlungshitze in heißer, trockener Luft gegart. Diese Zubereitungsart für Fleisch ist sehr beliebt, weil man mit ihrer Hilfe fast fettlos braten kann. Die einzelnen Stücke werden auf einen Rost gelegt und zuerst sehr stark (bis 235°C), später schwächer erhitzt. Wichtig ist eine gute Anfangshitze, damit sich die Poren außen rasch schließen. Das Fleischeiweiß gerinnt sofort und es bildet sich eine leichte Kruste. Der Saft mit seinen Nähr- und Geschmackstoffen bleibt weitestgehend erhalten und so das Grillgut saftig.

Kurzbraten:
Dies ist eine schnelle und gute Alternative zum Grillen und ist ebenfalls beinahe fettlos möglich. Die Pfanne bleibt dabei unbedeckt, damit der Wasserdampf entweichen kann und die Speise knusprig werden kann. Wichtig dabei ist wieder eine starke Anfangshitze, damit sich die Poren rasch schließen. Das Kurzbraten erfolgt in wenigen Minuten, da sonst vor allem Fleisch austrocknet und zäh wird.

Grillen – technische Möglichkeiten

Holzkohlengrill:
die ursprüngliche Zubereitungstechnik, welche eher zeitaufwendig ist und für echte Grillfans noch immer Priorität hat. Es ist eine Art Ritual für ein Grillfest. Beim Grillen am Holzkohlegrill ist zu beachten, dass die Grillstücke eher trocken auf den Rost kommen und kein zusätzliches Fett abrinnen kann. Dieses entzündet sich sehr leicht im Feuer und somit kommt es zu gesundheitsschädlichen Substanzen am Grillgut. Es empfiehlt sich, Grilltassen zu verwenden, um das Grillgut vor Ruß und Flammen zu schützen.

Gasgrill:
Hier sind die Grillgeräte mit Lavastein (Grillen am Rost) oder die Wannengriller mit Flächenwärme bekannt. Beide haben den Vorteil, dass sehr rasch gegrillt werden kann und ein langes Anheizen nicht notwendig ist. Vor allem kann auch sehr rasch nachgegrillt werden. Die Gefahrenquelle „heiße" Kohle für Kinder wird vermieden.

Grillen am heißen Stein:
Damit grillt man am Tisch. Der heiße Stein ist meist eine Marmorplatte, welche im Backrohr auf 250 °C vorgewärmt wird. Das Warmhalten erfolgt dann mit Spiritusbrennern (wie bei Fondue). Es ist ein sehr dekoratives Grillgerät und regt zum gemütlichen Essen an.

Partypfanne:
Dieses Gerät ist mit Strom betrieben und mittels Thermostat regelbar. Es ist ein sehr vielseitig verwendbares Küchengerät. Gegrillt wird mit Flächenwärme bzw. Kontakt zur Hitzequelle. Diese Pfanne eignet sich auch sehr gut zum Warmhalten von Gegrilltem, wenn größere Mengen gebraucht werden.

Fischgrillgitter:
Diese werden vor allem zum Grillen von ganzen Fischen verwendet und erleichtern das Wenden der Fische am Rost.

Was eignet sich zum Grillen?

Fleisch von allen Tieren:
Beim Schweinefleisch eignen sind die Gustostücke, wie Karree und Schopf, Filet, Teile vom Schlögel (Nuss, Frikandeau, Kaiserteil), Bauchfleisch und sogar Schulterscheiben.

Bei Rindfleisch werden Beiried, Lungenbraten, Huftsteak (Hüferl), Nusssteak (Kugel) empfohlen.

Von Kalb, Lamm, Kitz, Geflügel ist das Fleisch von allen guten Fleischteilen verwendbar.

Fisch kann im Ganzen oder als Filet verwendet werden.

Gemüse:
Nicht zu vergessen sind fast alle Gemüsesorten, im Besonderen Fruchtgemüse wie Tomaten, Zucchini, Kürbis, Melanzani, Paprika, aber auch Zwiebel, Fenchel, Mais, Pilze, usw.

Obst:
Gegrilltes Obst passt besonders zu hellem Fleisch (Pfirsiche, Marillen, Äpfel, Birnen,...)

Vorbereitung des Grillgutes

Qualitativ hochwertiges Fleisch bedarf keiner besonderen Würzung bzw. Beizung. Fleisch hat einen sehr guten Eigengeschmack und dieser kann sich durch die einfache Zubereitung richtig entfalten und wird nicht durch Würzmischungen übertönt. Es ist ausreichend, das Fleisch kurz vor der Zubereitung leicht zu salzen und zu pfeffern.

Gekühltes Fleisch erst vor der Zubereitung in Portionen schneiden, damit der Fleischsaft nicht ausrinnt. Grillgut kann Zimmertemperatur haben, da es damit auf dem Griller schneller auf Temperatur kommt und nicht geschockt wird.

 

 

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